NewsArbeitet Razer an Tastatur und Maus für Xbox One?

26. Jun 2018 / 08:54 von Sascha Böhme

Keyboard- und Maus-Support für die Xbox ist weiterhin ein heisses Thema. Für die einen ein No-Go, für die anderen überfällig. Bis heute ist Minecraft (Bedrock-Version) das einzige Xbox One Spiel, welches Maus und Tastatur unterstützt. Neue, durchgesickerte Dokumente geben jetzt einen Einblick in die Zukunftspläne von Microsoft und Razer. 

Demnach arbeitet der Redmonder Konzern mit Razer an dem sofafreundlichen Razor Turret, einem Keyboard-Mouse-Combo, dass auf den Oberschenkeln Platz findet. Die Präsentation beschreibt eine Partnerschaft, um Razer Chroma RGB-Beleuchtungsunterstützung in Xbox Spielen zu ermöglichen, und zeigt, wie es heute bei PC-Games wie Overwatch und DOTA2 funktioniert. Chroma-Beleuchtung kann z.B. visuelle Signale für Spieler-Fähigkeiten liefern, die sich von der Abklingzeit und so weiter ableiten, was nützlich und immersiv sein kann.

Die Präsentation enthält ausserdem einige Regeln und Anleitungen für Entwickler zur Implementierung einer Maus- und Tastaturunterstützung für Xbox. Gamepad-Support ist immer noch eine Grundvoraussetzung für alle Spiele. Die Xbox kann nur eine Maus und eine Tastatur pro Konsole unterstützen, im Gegensatz zu Gamepads, von denen mehrere angeschlossen werden können.

Microsoft gibt Hinweise zu den möglichen Auswirkungen von Maus- und Tastatur für kompetitive Multiplayer-Titel. Es soll zwar den Entwicklern überlassen werden, wie sie die Maus- und Tastatur in ihren Spielen nutzen wollen. Microsoft betont aber, dass Maus und Tastatur erkannt werden können, um so z.B. in Multiplayer-Spielen eigene Lobbies für Keyboard-Maus-Nutzer zu erstellen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Entwickler Spieler mit Keyboard und Maus auch automatisch sperren oder in separate Matchmaking-Lobbies stecken kann.

Die Präsentation zeigt weiter, dass eine Unterstützung für alle Windows USB-Mäuse auf der Xbox geplant ist, einschliesslich Mäuse mit Wireless-Dongles. Mäuse mit benutzerdefinierten Treibern oder Bluetooth bleiben jedoch aussen vor. Die Präsentation diskutiert ebenso nicht autorisierte Peripheriegeräte, die das Controller-Verhalten emulieren. Als Reaktion darauf führt Microsoft eine neue API ein, mit der Entwickler Maus- und Tastaturzubehör erkennen und möglicherweise blockieren können.

Ob diese Pläne tatsächlich eines Tages umgesetzt werden oder nicht, bleibt abzuwarten.

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