Special God of War Presse Event

Oxa, Oxa…? Kennen wir doch irgendwoher? Ah richtig, das war der revolutionäre Techno-Schuppen aus den 90ern. Übrigens erst kürzlich still gelegt, die grossräumige Tanzfläche. Still ist es deswegen noch lange nicht in den altehrwürdigen Gemäuern. Diesen Dienstag wütete Kratos höchstpersönlich, ohne Techno aber durchaus mit bombastischen Klängen.

Sony lässt sich mal wieder nicht lumpen und präsentiert den neusten God of War Teil im gross angelegten Presseevent in Zürich. Die ersten Erkenntnisse: Der Eingang ins Oxa, der Weg durch den endlos erscheinenden, klaustrophische Gefühle schürfenden Tunnel erscheint nüchtern und bei Tageslicht in einem (wenig überraschenden) anderen Licht.

Einmal im ehemaligen Tanzschuppen angekommen, werden wir fast erschlagen von unzähligen PS3 Stands. An jeder Konsole dürfen wir das neuste God of War mit dem Untertitel „Ascension“ ausführlich probe spielen. Bevor es dazu kommt, spielen erst mal Andere. Zwei Spieleentwickler aus Sonys Santa Monica Studio waren zu Gast und präsentierten höchstpersönlich ihr eigenes Werk. Die beiden Jungs waren äusserst locker drauf und freuten sich sichtlich, uns Ihr Schaffen zeigen zu können sowie die Reaktionen darauf hautnah zu erleben.

Bevor wir dann endlich selbst Hand an Kratos bzw. den Dualshock Controller legen durften, erscheint der bekannte Krieger höchstpersönlich auf der Tanzfläche. Übrigens Respekt an dieser Stelle für das jahrelange Training, so ein Body will hart erarbeitet werden. Zum Dank darf der gute Mann noch in einem Laien-Theater mitspielen, welches insbesondere durch den Unterhosen-Mann, der als Gegner fungierte, nicht so richtig funktionieren wollte. Dennoch oder gerade deswegen war das ganze äusserst unterhaltsam.

Nun ist es soweit, Kratos ist zurück. In God of War Ascension kehren wir an die Anfänge des Kriegers aus Sparta zurück. Wir konnten den neuen Titel der Santa Monica Studios exklusiv anspielen. Hier unsere ersten Eindrücke.

Ganz nach dem Motto, Schuster bleib bei deinen Leisten, ist auch Ascension nach einem bekannten Muster gestrickt. Die erste Stunde des Abenteuers bietet auf den ersten Blick nicht viel neues. Der bleiche Kämpfer zieht gegen Kreaturen aus der griechischen Mythologie in den Kampf und lässt es dabei ordentlich krachen. Ganz brav werden die wenigen „Innovationen“ wie Abhänge hinunterrutschen und komplexere Kletterpartien schon in den ersten Minuten erklärt, damit sich der Spieler damit vertraut machen kann. Auch die typischen God of War Rätsel sind wieder mit von der Partie. Diese werden aber eure grauen Zellen nicht zum Rauchen bringen, sondern sollen eine Abwechslung vom ewigen Metzeln darstellen. Darin erfüllen sie ihren Zweck.

Doch die Hauptdisziplin eines jeden God of War Titels sind die bombastischen Kämpfe. Damit wird auch in Ascension nicht gegeizt. Schon nach einigen Momenten und einer kurzen Einleitung, packt Kratos die Chaos Blades erneut aus. Auch beim Kampfsystem wurden einige Punkte aktualisiert. So kann der Spartaner nun gegnerische Waffen im Kampf aufnehmen und diese ganz spezifisch gegen seine Widersacher einsetzen. Am bewährten Prinzip wurde allerdings wenig geändert und geübte Götterpeiniger finden den Einstieg blitzschnell. Der erste Bosskampf lässt nicht lange auf sich warten und erstreckt sich über eine halbe Stunde. Die Schlacht ist ausgezeichnet in Szene gesetzt und vermag grafisch sowie spielerisch zu überzeugen. Nachdem das Biest mit den üblichen Quicktime Events erlegt wurde, endete unser kurzer Ausflug in das blutige, fiktionale Griechenland bereits. Reformen habe ich beim Anspielen vergeblich gesucht, wer allerdings nicht genug von Kratos und seinem Rachefeldzug bekommen kann wird wohl auf seine Kosten kommen.

Fazit

Ein weiterer Hit der Santa Monica Studios scheint garantiert. Wir danken Sony für den kurzweiligen Dienstagnachmittag und den mitgelieferten Grund -nach gut einem Jahrzehnt - wieder die Füsse auf den Dancefloor des Oxas zu stellen.

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