Special MLG Pro Circuit Controller

Mad Catz hat sich in den vergangenen Jahren als Top-Peripherielieferant ausgezeichnet. Wenig überraschend, dass ein weiteres Joypad für die Xbox 360 sowie die PS3 im Sortiment zu finden ist. Doch was bringt uns Gamern ein Controller, der mit einem Preis im dreistelligen Bereich aufwartet?

Zugegebenermassen liegt das Joypad im unteren dreistelligen Preisbereich. Für empfohlene 129 hart verdiente Franken erhalten wir die luxuriöse Steuerungseinheit. Darauf prangt gross das Logo der MLG, ausgeschrieben Major League Gaming. Zusammen mit jener US amerikanischen Video- & Computerspiele Liga hat Mad Catz das Pad letztendlich auch entwickelt.

Es wird versucht, jedem Spieler die für ihn perfekte, individualisierte Steuerung zu offerieren. Möglich gemacht wird das durch ein grösstenteils auseinandernehmbares Eingabegerät. Sowohl die vordere wie auch die beiden seitlichen Abdeckungen dürfen mit einem glänzenden als auch matt-schwarzen Look versehen werden. Jene sind selbstverständlich im Lieferumfang enthalten und sauber in der originellen Verpackung verstaut. Geschraubt oder geklebt wird hier aber keinesfalls, die verschiedenen Abdeckungen werden magnetisch am Pad befestigt und halten einwandfrei.



Richtig gut wird die mögliche Individualisierung aber bei den Analogsticks und dem Digitalkreuz. Hier wählen wir aus einer Xbox wie auch PlayStation Variante aus. Die Sticks bzw. das Digikreuz werden simpel mit einem Handgriff aus dem Pad gelöst und frei nach Wunsch ersetzt. So sind den wildesten Kombinationen keine Grenzen gesetzt. Umsehen liegt dem Spieler mehr mit dem PS3-Stick aber fürs Laufen wird dann doch die Microsoft konforme Variante bevorzugt? Kein Problem. Jegliche Kombinationen sind möglich, austesten empfohlen.

Im Test habe ich erst mal den linken Xbox Stick mit dem Sony Äquivalent ersetzt und passend dazu das PlayStation Digitalkreuz eingesetzt – schliesslich ist jenes hinlänglich als besser bekannt. Aufgrund von mehreren „Verrutschtern“ im FIFA-Menü musste ich aber schon vor Spielbeginn wieder auf die Variante Microsoft setzen. Im Spiel selbst, und das dürfte ganz stark von der massiv eingespielten Gewohnheit stammen, habe ich nach einiger Zeit auch den PS3 Stick wieder durch den von der Xbox ersetzt. Funktionieren würde das Ganze aber tadellos. Da ich aber mit dem Xbox Originalpad grundsätzlich sehr zufrieden bin, blieb es letztendlich bei der Standard-Einrichtung.

Hier ist mit den Individualisierungsmöglichkeiten aber noch lange nicht Schluss. Der Controller liegt, aufgrund der kabelgefundenen Funktionsweise, eher leicht in der Hand. Für Spieler die ein mehr an Gewicht bevorzugen, liegt eben solches bei; ein Gewicht. Wo hinten das Batteriepack bei den Kabellosen Original-Controllern angeschlossen wird, bietet sich hier Platz für ein ansetzbares Gewicht. Das Joypad liegt sowohl mit wie auch ohne die zusätzlichen Gewichte hervorragend in der Hand und die Buttons haben allesamt einen astreinen, gut spürbaren Druckpunkt.

Dass zu guter Letzt noch eine Tasche mit im Lieferumfang dabei ist, in welcher der Controller sauber verstaut werden kann, passt zum durchwegs positiven Gesamtbild.

Zu Kaufen gibt es den Controller übrigens für CHF 124.90 bei ALCOM.ch

Fazit

Mad Catz liefert uns Spielern mit dem MLG Pro Circuit Joypad eine einwandfreie, wenn auch relativ teure Peripherie ab. Spieler, die den Kaufpreis nicht scheuen und Mut zur Individualisierung aufbringen, machen mit dem Kauf alles richtig. Für die Stromversorgung via USB-Kabel bin ich froh – nur zu oft hatte ich gerade keine Batterien zur Hand oder der Akku war mal wieder alle. Das mitgelieferte (und abnehmbare) Kabel hätte aber einen Deut länger sein dürfen. Insgesamt eine runde, wenn auch eher teure Sache, die aber letztendlich ihr Geld wert ist – auch weil ein äusserst wertiger Gesamteindruck vermittelt wird.

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