Preview Phantasy Star Universe

Am 13. Oktober 2006 bescherte uns Sega über Xbox Live Marktplatz eine Beta-Version von Phantasy Star Universe. Nach über 3 Jahren können sich nun die Spieler wieder im Phantasy Star Universum tummeln und gemeinsam Kreaturen jagen gehen.

Lange genug mussten wir ja darauf warten. Die Beta selbst war nur für 6 Tage spielbar und der Download sogar auf 2 Tage eingeschränkt. Entsprechend hoch war der Run auf dieses Spiel und zu Beginn war ein Einstieg auf die Server gar nicht möglich. Doch mit viel Geduld und Vorfreude gelang es uns, den Einstieg doch noch zu finden. Was wir dabei alles erleben durften, könnt Ihr aus diesem Preview entnehmen. Die kurze Zeit, welche für den Betatest zur Verfügung stand, liess uns nicht alle Aspekte des Spiels erkunden. Zumal die Endversion noch über einen umfangreichen Einzelspielermodus verfügen wird, welcher nicht Bestandteil dieser Preview-Version war. Im kommenden Testbericht werden dann alle Aspekte des Spiels durchleuchtet. Gleich nach dem Verbindungsaufbau zu den PSU-Servern kommt man bei der Charaktererstellung an. Auffallend dabei ist, dass nur noch 4 Rassen zur Verfügung stehen. Die bereits bekannten Human, Newman und Casts sind wieder mit dabei. Die Rasse der Force wurde durch Beasts ausgetauscht. Doch Spieler müssen trotzdem nicht auf die Supportklasse der Forces verzichten. Denn neuerdings sind die Berufsgattungen nicht mehr rassenabhängig, sondern können jederzeit vom Spieler gegen wenige Mesetas gewechselt werden. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist PSU doch um einiges weitläufiger geworden. Alleine die Raumstation verfügt über 5 Ebenen. Eine davon, die unterste, führt zu den Spielerquartieren. Auf der Ebene 2 und 3 befinden sich Läden, in welchen allerlei Nützliches gekauft werden kann. Auf der Ebene 4 sind die Spaceports zu den drei Planeten und das Missionsterminal für die Raumstation. In der Ebene 5 ist die Guardian angesiedelt. Hier darf der Spieler gegen Entgelt seinen Beruf nach Wunsch ändern. Die Aufteilung auf den Planeten ist ähnlich gehalten. Einfach anstelle von Ebenen, geht es in unterschiedliche Himmelsrichtungen. Beim Betreten der Raumstation ist das altbekannte PSO-Flair sofort vorhanden. Überall stehen die Alteregos der Spieler rum. Immer wieder erscheinen Sprechblasen über deren Köpfen. Willkommen zurück in Phantasy Star. Vieles erscheint gleich von Beginn an vertraut, doch noch viel mehr ist neu und will vom Spieler erkundet werden. Beginnend als Level 1 Charakter hat man noch lange nicht Zugriff auf alle Missionen. Zu Beginn kann nur eine Mission auf der Raumstation selbst durchgeführt werden. Dabei fällt auf, dass es wohl immer noch Combos gibt. Aber es existiert nur noch eine normale Attacke. Dazu kommen noch Photon-Attacken, welche der Spieler jedoch erst lernen und danach mit der passenden Waffe verbinden muss. Photon-Attacken kosten Photonenergie. Jede Waffe enthält unterschiedlich viel von dieser Photonenergie und auch die Attacken haben unterschiedliche Kosten. Im Gegensatz zu früher steigen die Photonattacken und auch Techniken, welche von Forces verwendet werden, in ihren Leveln und dementsprechend auch im Wirkungskreis. Je nach verwendeter Waffe ist die Attacke langsamer oder schneller. Da muss gut getimed werden, denn die Gegner schlagen zurück. Die KI ist nicht sehr viel intelligenter geworden, aber etwas eben schon. Sind die Kämpfe im Vergleich zu PSO noch relativ gleich, hat sich das bei den Items stark geändert. Es werden nicht nur Monomates, Dimates, Trimates, Moon Atomizer oder wie sie auch alle heissen gefunden, sondern auch neue Gegenstände, welche zur Synthese verwendet werden. Und auch in diesem Bereich bietet PSU eine markante und motivierende Änderung. Endlich ist es dem Spieler möglich, Waffen, Rüstungen und sonstige Gegenstände mit der Unterstützung des Hilfsbots selbst zu erstellen. Dazu wird eine Platine benötigt, welche entweder gefunden oder gekauft wird, sowie die entsprechende Zutaten. Der Hilfsbot übernimmt danach den Rest. Der Hilfsbot ist zugleich auch das Lager für jeden Spieler. Ein solches ist auch bitter nötig. Einem Charakter sind nur 60 mitgeführte Gegenstände erlaubt. Dazu zählen natürlich auch Waffen und Rüstungen. Nebst den beiden beschriebenen Funktionen bietet der Hilfsbot auch jederzeit das erneute Durchspielen des Tutorials an. Da auch die Mags im Spiel abgeschafft wurden, wird diese Funktion auch vom Hilfsbot wahrgenommen. Das heisst, man kann ihn füttern und über die Zeit evolviert dieser auch. Unter bestimmten Voraussetzungen unterstützt er den Spieler auch bei Kämpfen. Doch um das auszuprobieren, hat leider die Zeit der Beta nicht gereicht. Ihr könnt Parties mit bis maximal 6 Spielern bilden. Um eine Mission gemeinsam mit anderen zu bestreiten, muss aber nicht erst eine Party gebildet werden. Bei Missionen, welche nicht passwortgeschützt wurden, kann jeder, der die Missionsbedingung erfüllt einsteigen. Bei einem solchen Einstieg wird man automatisch der Party hinzugefügt. Die Kommunikation unter den Spielern während einer Mission wird durch den Voice Chat vereinfacht. Dieser steht aber nur bei einer Party zur Verfügung. Dafür aber überall. Ansonsten muss wieder auf das altbewährte Keyboard zurückgegriffen werden. Der Voice Chat bringt eine ganz neue Erfahrung in dieses MMORPG. Da wird man nicht mehr durch das Tippen vom eigentlichen Kämpfen abgelenkt. Dadurch wird die Kommunikation bedeutend einfacher, vorausgesetzt man versteht sich sprachlich. Grafisch erinnert PSU stark an die auf der Dreamcast und dem Gamecube veröffentlichten PSO's. Die bonbonbunte Grafik, der Stil der Charakter und der Umgebungen sind unverkennbar Phantasy Star. Die Planeten und einzelnen Missionen sind grafisch prächtig aufgebaut. Wie schon im PSO Version 2.0, enthält auch PSU Höhenunterschiede. Diese haben aber nur bedingt Einfluss auf das Kämpfen. Manche Level sind in wunderschöne Herbstfarben getaucht, während andere eher düster und Dungeon-like daher kommen. Die Gegner, wie auch die einzelnen Alteregos, wurden komplett überarbeitet. Optisch sind alle Kreaturen neu erstellt worden, auch wenn gewisse Namen noch an die Alten erinnern. Auch die Spielercharaktere sehen anders aus. Das fällt schon bei der Charaktererstellung auf. Grafikfehler konnten während des Betatests keine gefunden werden und alles wirkt irgendwie schärfer. Hatte man bei PSO noch das dringende Bedürfnis, den Fernseher scharf zu stellen, kommt dieses Gefühl bei PSU nicht mehr auf. Die Grafik versprüht auf jeden Fall sehr viel Charme. Gleich verhält es sich mit der Musik. Themen- und umgebungsbezogen spielt die Musik im Hintergrund mit. Das typische Knarren, wenn sich eine Tür öffnet, das Zischen der Photonwaffen, das Drücken eines Schalters. All diese Geräusche sind sofort vertraut, denn sie wurden genau so aus dem Vorgänger übernommen. Das ist nicht weiter schlimm, denn PSU will ein Nachfolger von PSO sein. Doch bei aller Liebe zu diesem Spiel. Es ist doch nicht alles Gold, was glänzt. Leider wurde noch immer kein Lock-on mit eingebaut. Bei Nahkampf Attacken ist es noch einigermassen zu handhaben. Doch bei Fernwaffen oder Zaubersprüchen wäre ein Lock-on dringend nötig. Die Sprüche sind doch relativ langsam und verfehlen mehrheitlich ihr Ziel, da die Gegner zwischenzeitlich weitergelaufen sind oder von anderen Spielern durch Attacken weggedrängt wurden. Auch der Schnellzugriff auf die Supportitems sollte nochmals angepasst werden. Das Digikreuz des Pads ist nun mal nicht sehr genau und die Supportitems befinden sich in der zweiten Reihe. Die erste Reihe wird durch Waffen belegt. Im Kampfgetümmel kommt es daher immer wieder vor, dass man versehentlich die Waffe wechselt anstatt ein Monomate zu wählen. Weiterhin sind die starken Lags der PSU-Server zu erwähnen. Stellenweise rechnet man aus alter PSO-Erfahrung schon mit einem Disconnect, wenn die Treffer nicht mehr eingeblendet werden. Da es sich hier aber um eine Beta handelt, kann man noch hoffen, dass Korrekturen angebracht werden.

Fazit

Schon nach dem ersten Login fühlen sich PSO-Veteranen gleich wieder zu Hause. Dennoch benötigen die Neuerungen eine gewisse Einspielzeit. Die als nicht mehr zeitgemäss bezeichnete Grafik ist definitiv Geschmacksache. Aus meiner Sicht ist es aber genau richtig gemacht worden. Die vielen Möglichkeiten, welche das Spiel bietet, lassen eine hohe Langzeitmotivation zu. Auch wenn die Levels sicher mehrmals durchgespielt werden, werden sie nie langweilig. Denn jederzeit kann ein rarer Gegenstand auftauchen. Sei dies in Form einer Waffe, einer Rüstung oder einer Zutat. Schon ab dem 27. November 2006 können sich europäische Spieler ins Abenteuer stürzen. Als PSO-Veteran kann ich nur sagen 'Zugreifen'. Auch wenn SEGA eine Gebühr für die Betreibung der Server und Unterhalt des Spieles verlangt

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Game

Phantasy Star Universe

Phantasy Star Universe


Spieler offline
1
Spieler online
16
Release
11/2006
Format
PAL
Genre
MMORPG
Studio
Sega
Publisher
Sega
Offizielle Webseite
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Autor

Excalibur

Altersfreigabe


PEGI-12

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