Special Playstation Eye©

Sony's grosses Ziel beim Nachfolger der Eye-Toy Kamera für PS2 war es, dass man auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Ergebnisse erzielen kann. Bei EyeToy musste man noch für ausreichend Licht sorgen, damit die Kamera die Bewegungen der Personen erkennt. Ohne Licht klappte nichts. Weiterhin wollte man die Anzahl der Bilder pro Sekunde deutlich steigern. Diese konnte bei der Auflösung von 640x480 Pixeln maximal 25 Bilder pro Sekunde wahrnehmen.

Bei der hohen 640x480 Auslösung der PlayStation Eye schafft diese 60 Bilder pro Sekunde, bei der niedrigeren 320 mal 240 Auflösung sogar 120 Bilder pro Sekunde. Diese Datenmenge gelingt nur dank dem Sprung vom langsamen USB1.1 auf den USB2 Standard. Die Kamera bietet bei der Aufnahme zwei verschiedene Winkel an. Bei der Einstellung auf 56 Grad erzielt man bei Video-Chats die besten Ergebnisse, bei 75 Grad gibt es neben Kopf und Schulter auch den Rest der aufgenommenen Person. Die Videoübertragung der Kamera ist ohne verlustbehaftete Kompression zur Konsole hin. Bei EyeCreate, dem kostenlosen Bearbeitungsprogramm das der Kamera beiliegt, werden diese Clips komprimiert. Das spart Platz und nur so kann man auch die erstellten Videos auf einen USB-Stick oder der Festplatte der PS3 als MP4 exportieren. EyeCreate kann aber noch mehr, denn damit kann man auch Videos mit den verschiedensten Effekten aufnehmen. Sony liefert sehr viele Filter und mit Slow- bzw. Stop Motion auch spezielle Aufnahmeformen. Seine Filme kann man dann noch neben Fotos mit Ton versehen. Für Letzteres verfügt die Kamera über vier Richtmikrofone. Diese sollen auch in späteren Produkten den Spieler orten können. Der Klang der sehr kleinen Mikrofone ist hervorragend. Wer jedoch glaubt, dass man mit der Kamera einen perfekten EyeToy Ersatz bekommt, der wird enttäuscht sein. PlayStation 2 Spiele erkennen die Kamera nicht und so kann man diese nicht für seine EyeToy Klassiker nutzen. Fraglich ist, ob sich dies noch später durch Updates ändern wird. Wie wir wissen verliert die PlayStation 3 ihre Abwärtskompatibilität... Kommen wir zur spannendsten Frage: Ist die Bildqualität mit PlayStation Eye besser als bei der EyeToy Kamera? Jein. Bei Fotos kann man zwar Vorteile erkennen, aber auch viele Nachteile. Bei der richtigen Beleuchtung und dem richtigen Abstand sind die Bilder bei der neuen Kamera besser. Bei der EyeToy Kamera waren diese häufig verschwommen. Obwohl die Erkennung bei zu wenig Licht besser ist, neigt die Kamera zu einem extremen Rauschen. Wo EyeToy bei der Farbwahl eher ins Rote abdriftete, aber allgemein natürliche Farben wiedergab, leidet PlayStation Eye unter einem Grünstich. PlayStation Eye nutzt, anders als EyeToy, einen Autofokus. Dies klappt sehr gut und ein Nachjustieren der Kamera fällt damit weg (ist auch nicht möglich). Bei bewegten Bildern erkennt man einen Sprung in die nächste Generation. Die mehr als doppelt so vielen Frames pro Sekunde erkennt man schnell und die Qualität der Videos ist deutlich besser.

Fazit

Standbilder scheinen auf den ersten Blick schlechter als bei der EyeToy Kamera, da aber bewegte Bilder das Hauptaugenmerk sein müssten, gewinnt die neue Kamera. Hier punktet die PlayStation Eye Kamera. Da Sony mit The Eye of Judgement schon zeigt, dass man auch neuartige Software erwarten darf, kann man sich über die neue Kamera also freuen. Sie sieht gut aus, ist solide verarbeitet und spätestens zu PlayStation Home, wo auch Video-Chats ein größeres Thema werden, wird sie den Durchbruch schaffen, da bin ich sicher.Im direkten Vergleich zur XBOX Live Kamera von Microsoft gewinnt das Playstation-Auge auf ganzer Linie. Well done!

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