Preview Devil May Cry

Die Demoversion von Devil May Cry hat mittlerweile schon mehr Stunden im PS2-Laufwerk verbracht, als das eigentliche Spiel, mit dem es gebundelt war! Kein Wunder, denn es spielt sich nicht nur um Längen besser, sondern sieht auch noch um drei Längen besser aus. Hier unsere Eindrücke zur Trial Edition:

Als der Erfinder von Resident Evil – Shinji Mikami (Capcom) – sich Gedanken zur ersten PS2-Version der Saga machte, wollte er die Serie in eine neue Richtung lenken, das Gameplay weiterentwickeln. Durch die daraus resultierenden Neuerungen und neuen Interaktionsmöglichkeiten schien es sich für die Chefetage von Capcom jedoch nicht mehr für eine Fortsetzung von Resident Evil zu eignen, schliesslich wollte man ein funktionierendes Konzept nicht soweit erneuern, dass treue Fans sich "vergewaltigt" sehen. Die Verkaufszahlen der Resident-Spiele spricht ja für sich. Also entschied man, daraus ein völlig neues, eigenständiges Spiel zu machen, und hier ist es also: Devil May Cry! Ihr übernehmt die Rolle von Dante, Sohn einer Menschen-Frau und des Teufels "Sparta". Diese Mensch-Dämon Verbindung war in der Unterwelt jedoch nicht gern gesehen und so kam es, dass Sparta es mit dem ganzen Rest der Dämonen-Bande aufnahm, um die Menschheit und natürlich auch seine Familie zu verteidigen. Das war vor 2000 Jahren. Leider hatte er auf Zeit keine Chance gegen die höllische Übermacht. Er wurde gefangen genommen und hingerichtet. Als Rache für seine Aktionen wurden nach seinem Tod all seine verbleibenden Familienangehörigen massakriert (in 2000 Jahren waren das sicher einige). Leider ging Sparta’s jüngster Sohn Dante vergessen, der jetzt Rache, und die Dämonen-Brut in einem zweiten Anlauf für immer und ewig vernichten will. Natürlich weiss er auch gleich, wo er zu suchen hat, und das führt uns ins Schloss, in welchem der Level der Trial-Edition abgeht. Als "Half-Breed" (Halb-Dämon/Halb-Mensch), profitiert Ihr von einer ungeheuren (Sprung-) Kraft. Zur Seite steht euch ein Schwert und zu Beginn zwei wuchtige Desert-Eagles. Im späteren Verlauf findet Ihr natürlich noch allerlei andere scharfe und laute Gegenstände, wie z.B. eine abgesägte, doppelläufige Schrotflinte. Und wenns mal wieder besonders brenzlig wird, dürft ihr euch selbst in einen Dämon verwandeln, was neue Moves und noch mehr Power bringt. Die Waffen können zudem “aufgeladen” werden, um die Durchschlagskraft abermals zu verstärken, was mit einem netten Blitz-Effekt untermalt wird. Dies kostet jedoch wertvolle Zeit, die Ihr meist nicht habt. Feinde gibts jede Menge und es attackieren meist mehrere gleichzeitig. Wer seine Waffen geschickt kombiniert, bringt aber Combos oder – ganz witzig! - Air-Juggles zustande, und kann sich somit ziemlich gut wehren. Besonders gut gefällt mir, dass man endlich laufen und schiessen gleichzeitig kann! Vom Gameplay her heisst es bei DMC ganz klar “back to the roots”, der Schwerpunkt liegt bei Action, denn meist nur durch das Einsammeln von Seelen lassen sich die vielen Türen im Schloss öffnen. Um Seelen zu bekommen, müsst ihr natürlich zuerst jemanden umbringen, in diesem Fall die Dämonen. Manchmal müsst ihr aber auch kleinere, R.E.-typische Puzzles lösen. Man kennt dieses Prinzip ja schon von Onimusha, das neben Devil May Cry übrigens jetzt schon verdammt lächerlich aussieht. Das Gameplay hat man ebenfalls aus Onimusha übernommen und durch zusätzlichen Einsatz von Schusswaffen aufgewertet. Die Kämpfe wurden verdammt edel in Szene gesetzt und durch das intelligente Lock-On Feature spielt es sich auch hervorragend. Von den bezaubernden, gothischen, realtime 3D Grafiken mit echten Light-Sourcing will ich erst gar nicht reden. OK, nicht alle Texturen sind schön, aber das Gesamtbild zählt, und das ist einfach umwerfend! Wer zum ersten Mal das Schloss betritt, weiss was ich meine. Ich hätte mir nur noch gewünscht, zwei Feinde gleichzeitig ins Visir nehmen zu können, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Fazit

So hätte ich mir übrigens auch ein 3D Castlevania vorgestellt, falls Konami gerade mitliest, oder ein “Blade – The Movie” Game..hm! Capcom hat es sich übrigens noch offen gelassen, ob auch Xbox und GameCube in den Genuss einer Umsetzung dieser Action-Perle kommen werden. Zunächst ist der Titel jedenfalls exklusiv für die PS2 geplant und wird im Sommer dieses Jahres in Japan’s Läden (und bei mir) im Regal stehen, soviel steht fest! Wer die Blondine aus dem Vorspann ist, bleibt bis dahin wohl noch ein Geheimnis.

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Game

Devil May Cry

Devil May Cry


Spieler offline
1
Release
08/2001
Format
PAL
Genre
Action
Studio
Capcom
Publisher
Capcom
Offizielle Webseite
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Autor

Sascha Böhme

Altersfreigabe


PEGI-18

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