Preview Rainbow Six: Vegas

Im November schickt uns Ubisoft mit Tom Clancy's Rainbow Six Vegas auf Terroristen-Jagd im funkelnden Gambler-Paradies. Wir hatten das Glück und konnten bereits einen Level der Single-Player Kampagne ausführlich Probe spielen. Nachfolgend findet ihr unsere Eindrücke.

Mit Rainbow Six Vegas führt Ubisoft die beliebte und äusserst erfolgreiche Shooter-Serie in die nächste Generation. Team Rainbow erfährt im neuesten Teil aber nicht nur grafisch eine Runderneuerung. Die Tage von Protagonist Ding Chavez sind gezählt. Seinen Platz als Team-Leader übernimmt ab sofort Recon-Experte Logan Keller. Zur Seite stehen ihm Michael Walter (Heavy Weapons and Demolitions Expert) sowie der Koreaner Jung Park (Sniper and Electronics Specialist). Wer mitzählt wird feststellen, dass wir diesmal mit einem 3-Mann Team unterwegs sind, anstelle des altbekannten 4er Teams. Der Hauptgrund dafür liegt einerseits in der künstlichen Intelligenz. Die KI der Team-Mitglieder ist äusserst klever und frisst laut Ubisoft einen grossen Teil der Ressourcen (einen der drei Cores der XBOX 360 ist nur für KI-Routinen bestimmt). Neben der phenomenalen Grafik wäre eine dritte KI-Einheit einfach nicht mehr drin gewesen. Zudem ist es für den Spieler einfacher 2 Mann zu befehligen als 3, die sich dann immer wieder gegenseitig (oder dem Spieler) im Weg stehen.
Cédric Crausaz ist PM bei Ubisoft Schweiz. Er stand uns
Rede und Antwort zu kommenden Spiele-Highlights (wmv - 85MB).
Das Demo-Level auf unserer Preview-Disk fand im Neubau des "Dante"-Casinos statt. Zu Beginn wurden wir mit einem Helikopter an unseren Bestimmungsort geflogen, unter uns das schimmernde, nächtliche Las Vegas. Wir konnten das Chaos auf dem "Strip" beobachten, die brennenden Autos, den kilometerlangen Stau. Vereinzelte, kleine Explosionen erschütterten das Spieler-Paradies. Rauch stieg aus diversen Casinos auf. Wir durften uns in Echtzeit auf das Dach des Dante's abseilen und trafen schon bald auf die ersten Terroristen. Das "Dante" ist immer noch eine riesige Baustelle und so fanden wir genug Deckungsmöglichkeiten und Spielraum für ein erstes, taktisches Flanken-Manöver. Schon bald waren die Terroristen Geschichte und wir konnten uns am Gebäuden abseilen, weiter unten durch ein Fenster ins Innere eindringen. Dunkel war es hier. Schwarzer Rauch stand im Raum und verhinderte eine gute Sicht. Zeit für die Thermal-Brille. Das violett- und regenbogenfarbige Spektrum der Brille erlaubte es uns weitere Gegner auszumachen, die sich im Rauch hinter Kisten versteckt hielten. Ich schickte Michael und Jung voraus, die mit tödlicher Präzision einen nach dem anderen eliminierten. Über Treppen kämpften wir uns zwei Stockwerke weiter nach unten wo es heller, die Sicht besser war. Hier ist das Gebäude schon fast fertig gestellt. Hinter einer grossen Tür hören wir Stimmen. Die Terroristen haben scheinbar eine Geisel! Ich steckte die Spy-Cam unter der Tür durch und analysierte die Situation: Eins, zwei, drei Gegner sind zu sehen. Nein halt! Ein vierter bewachte noch die Geisel. Ich markierte zwei Ziele für meine Jungs und liess sie vor der Tür in Stellung gehen. Ich selbst nahm an einer zweiten Tür Stellung. "Go, Go, Go!" Wir stürmten den Laden. Ich kümmerte mich um Terrorist 3 und 4. Michael und Jung eröffneten das Feuer auf die anderen beiden. "Tango Down!". Doch was war das!? Michael war getroffen, sackte zu Boden! Jung konnte sich hinter eine Kiste retten. Kugeln rissen Löcher in die Wände, Holzsplitter und Level-Inventar flog durch die Gegend. Der Terrorist feuerte aus allen Rohren! Ich eilte den beiden zur Hilfe. Nach einem wilden Feuergefecht waren schliesslich alle Terroristen tot. Michael lag noch immer am Boden, windete sich vor Schmerzen. Ich setzte ihm eine Spritze uns sagte: "Okay, you're good to go!" - "Thanks man! That was close!". Wir hatten es geschafft, die Geisel war in Sicherheit und sichtlich froh darüber. Doch schon kamen neue Befehle vom Hauptquartier über Funk... Hört sich das für euch gut an? Dann freut euch, es wird noch besser! Mehr wollen wir aber an dieser Stelle aber nicht verraten. Die Bedienung von Rainbow Six Vegas ist dank kontextsensitiver Eingaben einfacher und effektiver geworden. Einige Buttons auf dem Controller sind zwar immer noch doppelt belegt, was eine gewisse Einarbeitungszeit voraus setzt, trotzdem fällt sie insgesamt spürbar leichter. Die meisten Aktionen werden mit dem A-Button ausgeführt. Zielt auf einen Ort, drückt A und euer Team bezieht dort Stellung. Zielt ihr z.B. auf ein Geländer, gebt ihr den "Abseilen" Befehl. Zielt ihr auf den unteren Bereich einer Tür, könnt ihr die "Spy-Cam" benutzen. Zielt ihr aber auf die Tür selbst, nimmt das Team Stellung zum Stürmen. Haben die Jungs igendwo Stellung bezogen, erscheint im linken unteren Bildschirmbereich ein erweitertes Befehlsmenü für das Digi-Pad. Beim Stürmen eines Raumes wäre z.B. Links "Open and Clear", Oben "Flash and Clear" und Rechts "Breach and Clear". Je nach dem wo eure Teammitglieder stehen, ändert sich dieses Digi-Pad-Menü. Einfach, schnell, effektiv. Natürlich dürft ihr die Befehle auch via Spracheingabe geben. Wir konnten dieses Feature in unserer Preview-Fassung jedoch noch nicht ausprobieren. Der "Wall-Hug" wird diesmal mit dem L-Trigger ausgeführt. Nähert euch einer Wand und drückt L, einfach und unkompliziert. Aus dieser Position könnt ihr um Ecken spähen, schiessen und das neue "Blind-Fire"-Feature nutzen. Dabei wird die Knarre einfach blind um die Ecke gefeuert. Zum erweiterten Equipment gehören weiterhin Granaten (Rauch, Flash und Splitter), eine Pistole, die Thermal-Brille, Nachtsichtgerät, Schalldämpfer für alle Waffen, eine taktische Karte und eine Spritze, die gefallene Kameraden wieder zum Leben erweckt. Neu ist auch das "Tag"-Feature. Ihr könnt jetzt zwei feindliche Ziele für eure Team-Mitglieder markieren und dann auf Knopfdruck den Kill-Befehl geben. Dies ermöglicht im Single-Player Modus ein taktisches Vorgehen, wie wir es sonst eigentlich nur vom Coop-Modus mit menschlichen Mitspielern her kennen. Die KI der Kollegen reagiert wirklich erstaunlich gut. Sie stehen euch nie im Weg, nehmen stets geschickt hinter Objekten Deckung und geben euch sogar Vorschläge, wie ihr eine brenzlige Situation am besten übersteht. Michael hat uns z.B. an einer gewissen Stelle vorgeschlagen, ein Loch in die Wand zu sprengen, um uns so Zutritt zu verschaffen. Wir fanden diesen Vorschlag jedoch etwas "zu laut" und haben das Ganze dann auf anderem Wege gelöst. Ihr könnt die Aufträge prinzipiell auf zwei Arten erledigen: Taktisch und leise im Recon- bzw. laut und aggressiv im Assault-Modus. Genre-Fans kennen das schon von Ghost Recon Advanced Warfighter. Mission-Briefings gibt's übrigens in Real-Time und während der laufenden Mission. Die perfekte Illusion soll durch so wenig Menüs und Onscreen-Anzeigen wie möglich zerstört werden. Die Idee mit der sich regenerierenden Lebensenergie fügt sich da nahtlos ein. Wie in Call of Duty 2 habt ihr keine Energie-Anzeige. Bei Treffern verschwimmt das Bild, färbt sich rot ein. Dies soll den Stress-Zustand darstellen. Wer dann sofort Deckung sucht, erholt sich nach kurzer Zeit wieder. Das Spiel wird dadurch zwar etwas einfacher aber da die Rainbow Six Games bisher ja eher ultra-schwer waren, kommt diese Neuerung sicher dem Spielspass zu gute. Die Präsentation des Geschehens ist schlichtweg atemberaubend und aus einem Guss, quasi wie ein spielbarer Film. Mit Recht kann behauptet werden, dass Rainbow Six Vegas das bis dato schönste XBOX 360 Spiel darstellt. So viele Details an Charakteren und im Level selbst gab es bis jetzt noch nie zu bestaunen. Viele Objekte wie Stühle, Kisten, Tische oder Flaschen sind beweglich, lassen sich zerstören und unterliegen realen, physikalischen Gesetzen. Gegner sacken mit Rag-Doll Animationen zusammen oder stürzen effektvoll von Geländern in die Tiefe. Treffer werden mit kleinen aber feinen Blutspritzern visualisiert. Prachtvolle Partikel-, Licht- und Schatten-Effekte heben die Stimmung. Optisch ist "Vegas" eine Pracht. Teilweise kommt es zwar zu kleineren Rucklern und/oder Slowdowns, angesichts der eher langsamen und taktischen Vorgehensweise fällt dies aber nicht weiter ins Gewicht. Man kann zudem annehmen, dass bis zum Release noch einiges optimiert wird. Absolut nichts zu meckern gibt es bei der äusserst präzisen Steuerung. Das Zielen klappt absolut punktgenau. Ebenso genau sind eure Waffen. Solltet ihr nur einen winzigen Teil eures Gegners erspähen, könnt ihr ihn auch treffen. Rainbow Six Vegas wird natürlich auch einen umfassenden Multiplayer- und CoOp-Modus bieten. Da wir aber nur den Single-Player Modus anspielen durften, müsst ihr für einen Lagebericht das Review abwarten. Rainbow Six Vegas erscheint als PAL-Version voraussichtlich am 17. November 2006. Und noch eine gute Nachricht: Ab 23. Oktober könnt ihr euch die von uns gespielte Preview-Version auf dem XBOX-Live Marktplatz downloaden und selber Hand anlegen!

Fazit

Schon nach den ersten Bildern und Berichten der E3 gehörte Rainbow Six Vegas zu unseren Most-Wanted Titeln. Bereits auf der XBOX war Rainbow Six eines der von uns am meisten gespielten Spiele, vor allem auch Online. Die Preview-Version macht mächtig Laune, schockiert regelrecht mit atemberaubender Grafik und Top Spielbarkeit. Wir dürfen gar nicht dran denken was erst abgeht, wenn wir mit ein paar Freunden den Online-Modus spielen können! Mit Rainbow Six Vegas erwartet uns einer der ganz grossen Hits, soviel steht jetzt schon mal fest. Hoffentlich ist bald November!

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Game

Rainbow Six: Vegas

Rainbow Six:  Vegas


Spieler offline
2
Spieler online
14
Release
11/2006
Format
PAL
Genre
Taktik-Shooter
Studio
Ubisoft
Publisher
Ubisoft
Offizielle Webseite
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Autor

Sascha Böhme

Altersfreigabe


PEGI-16

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