Review Playerunknown's Battlegrounds

Die Xbox One kann zur Zeit kaum eine Handvoll Exklusiv-Titel vorweisen. Eines davon ist das von der PC-Community hochgelobte Playerunknown's Battlegrounds, oder kurz PUBG. Dieses ist jetzt als "Game-Preview" Fassung erschienen und wir haben es auf der brandneuen Xbox One X auf Herz und Nieren geprüft.

Mit mehr als 24 Millionen verkauften Exemplaren auf PC ist PlayerUnknown’s Battlegrounds ein globales Phänomen. Nun ist das Spiel exklusiv für Xbox One erhältlich. PUBG für Xbox One ist der Launch-Version auf PC vom vergangenen März sehr ähnlich, mit ein paar Updates. Unter anderem unterstützt die Xbox-Version Solo-, Duo- und Squad-Gameplay in Third-Person auf der gegenwärtigen Map Erangel, sowie Vaulting und neue Fahrzeuge. Auf der Xbox One X unterstützt das Spiel zudem HDR und 4K. Darüber hinaus wird es laufend neue Inhalte geben, darunter die neue Desert Map „Miramar“, Optimierungen und mehr.

PUBG gehört zu dem noch jungen Genre der "Battle-Royale" Spiele, welches von Brendan "Playerunknown" Greene, seines Zeichens Entwickler der lange beliebten Arma Mod DayZ, ins Leben gerufen wurde. Das Spielprinzip ist so einfach wie grandios: 100 Leute springen über einer Insel aus dem Flugzeug und müssen sich nach der Landung gegenseitig eliminieren. Der letzte Überlebende gewinnt. Die Idee dazu stammt aus dem japanischen Kult-Horrorfilm "Battle Royale", daher auch der Name des Genres.

Zu Beginn basteln wir uns im spartanischen Editor und mit nur wenigen Klamotten einen Wunschhelden. Mit zunehmender Spielzeit schalten wir eine Unmenge an weiteren Kleidungsstücken und Accessoires frei. Dann geht es auch schon los. Nach der Landung mit dem Fallschirm müssen umliegende Bereiche möglichst rasch abgegrast und so der eigene Charakter mit Waffen und Ausrüstung ausgestattet werden. Bereits zu diesen Zeitpunkt werden wir vor wichtige, taktische Entscheidungen gestellt. Klar ist, dass sich die 100 Spieler auf dieser riesigen Insel zu Beginn kaum über den Weg laufen, da jeder irgendwo anders gelandet ist. Suchen wir nun also erst in abgelgenen Häusern, wo wir vermutlich kaum auf andere Spiele treffen, dafür aber vielleicht nicht so tolle Ausrüstungsgegenstände und Waffen finden? Oder hasten wir schnurstracks in eine nahegelegene Militärbasis, wo höchstwahrscheinlich High-Tech auf uns wartet, aber mit Bestimmtheit auch einige Gegner? Wer stirbt ist nämlich für den Rest der Runde tatsächlich hinüber, einen Respawn gibt es nicht und ein Spiel kann schon mal eine halbe Stunde dauern. Dieses Risikogefühl ist allgegenwärtig und macht einen grossen Teil der Faszination von PUBG aus. Man fühlt sich einfach nirgendwo sicher, der Tod kommt meistens aus dem Hinterhalt und ziemlich überraschend. Gut, dass man kleine Teams mit bis zu drei weiteren Spielern bilden kann. Im Squad können die Überlebenschancen steigen. 

Das Schusswaffen-Arsenal ist riesig; angefangen von der simplen 9mm Pistole, zur für den Häuserkampf hervorragend geeigneten Shotgun, bis hin zur todbringenden SCAR-L finden wir so ziemlich alles, was Waffenhersteller in den letzten 30 Jahren produziert haben. Wer Pech hat bei der Suche muss sich möglicherweise nur mit einer Sichel oder einem Brecheisen begnügen. Hoffentlich findet man in diesem Fall zumindest einen Helm, eine schusssichere Weste oder genügend Medi-Packs. Zumindest eine gemeine Handfeuerwaffe landet im Normalfall aber rasch im eigenen Inventar.

Schlicht in einem Haus zu campen und das Ende des Matches abzuwarten ist keine Option. Das Spiel zwingt die 100 Teilnehmer stets in Bewegung zu bleiben, denn der Spielbereich wird mit zunehmender Spieldauer immer mehr durch eine Energie-zehrende Wand eingeschränkt. Ist der Absprung am Rand der Karte erfolgt und der Weg zum sicheren Spielbereich ein ausgedehnter Fussmarsch entfernt, stehen am Wegesrand glücklicherweise diverse Fahrzeuge zur Verfügung. Vom Motorrad mit Seitenwagen über den Jeep bis hin zum Buggy ist fast alles vertreten, was man sich an motorisierten Untersätzen wünschen mag.

Die Akustik spielt bei Playerunknown’s Battleground eine wesentliche Rolle. So empfiehlt es sich stets schleichend ein Gebäude zu betreten. Denn befinden wir uns eine Etage höher, hören wir unvorsichtig eintretende Gegner und bereiten uns entsprechend mit gezückter Shotgun vor. Auch machen vorsichtige Naturen die Türen nach sich zu, man will ja nicht jedem Dahergelaufenen auf die Nase binden, wo man sich gerade befindet. Die Grafik ist insgesamt realistisch gehalten und überzeugt durchwegs. Es geht über Felder, durch Dörfer, in eine Wasser-Stadt, über Ruinen bis hin zum Insel-eigenen Atomkraftwerk. Das ganze bei Sonnenschein oder auch in strömendem Regen, bis jetzt nur bei Tageslicht.

Nebst dem alle gegen alle Modus bietet sich zudem ein Teammodus im Duett wie auch zu viert an. Hier ist Konversation und geschicktes Vorgehen im Team das A- und O. Im Gegenzug dürfen Team-Mitglieder innert eines Countdowns gefallene Freunde heilen, sollte es der Gegner nicht geschafft haben, den finalen Treffer zu landen.

Technisch wird PUBG auf der Xbox One leider noch von einigen Unschönheiten geplagt. Die Framerate kann die anvisierten 30 Bilder pro Sekunde nur selten halten, weder auf der Standard Xbox One, noch auf der extrem starken Xbox One X. Und das, obwohl die Grafik eigentlich eher "altertümlich" daher kommt. Das hat unschöne Ruckler zur Folge, die vor allem beim Zielen ziemlich störend sind, für einen Shooter fast schon ein K.O.-Kriterium. Wir hätten bei einem Xbox One exklusiven Konsolenspiel mehr Feinschliff erwartet. Wir sind aber sicher, dass Microsoft sich nicht lumpen lassen wird und schon bald dafür sorgt, dass es auch in technischer Hinsicht nichts mehr zu meckern gibt. Tipp von uns: Es muss nicht immer natives 4k sein. Lieber die Auflösung reduzieren und dafür ein flüssiges Spielerlebnis garantieren!

Fazit

Auch wenn es etwas unfair erscheint, eine Preview-Fassung eines Spiels zu bewerten, muss es sich PUBG gefallen lassen, zumal Xbox One exklusive Games zur Zeit ziemlich rar sind und Microsoft das Spiel aggressiv als Kaufargument für die neue Xbox One X anpreist. Wir sind uns jedoch dieses Umstands bewusst und darum fällt unsere Benotung entsprechend milder aus. Die Performance Probleme - selbst auf der Xbox One X - sind nicht von der Hand zu weisen und beeinflussen immer wieder das Gameplay negativ. Wenn das Zielen durch Ruckler unnötig erschwert wird, ist das schon ein Spielspass-Killer. Wir hoffen inständig, dass die technischen Aspekte in respektabler Zeit verbessert werden. Denn an sich ist PUBG ein echtes Ausnahmespiel, mit welchem man sehr lange sehr viel Spass haben kann.

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Spieler offline
1
Spieler online
100
Release
12/2017
Format
PAL
Genre
FPS
Studio
Bluehole Inc.
Publisher
Microsoft Studios
Offizielle Webseite
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Autor

Sascha Böhme

(G)net Score

72

 

Graphics
70
Sound
88
Gameplay
85
Umfang
70

(G)community Score

0

 

Graphics
0
Sound
0
Gameplay
0
Umfang
0

Positiv


  • jedes Spiel läuft anders ab
  • Campen quasi unmöglich
  • Zwei abwechslungsreiche, grosse Inseln
  • Viele Waffen, Kleidungsstücke und Fahrzeuge
  • Single-, Duo- oder 4-Player Modus

Negativ


  • Performance Probleme...
  • ...auch auf Xbox One X
  • optisch wenig ansprechend

Altersfreigabe


PEGI-16

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