Review Layton's Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre

Alle kennen wir Professor Layton, den Detektiv mit dem übergroßen Zylinder, der beim Lösen seiner Fälle immer von vielen Rätseln umgeben ist. Was uns im neuesten Ableger der Serie erwartet, werden wir gleich erfahren.

Wir beginnen das Spiel mit einer Art Albtraum, welcher vom Verschwinden des Professors handelt. Geträumt wird dieser von seiner Tochter Katrielle. Ganz recht, in diesem Teil übernehmen wir die Rolle von Katrielle Layton, welche sich zur Aufgabe gesetzt hat, in ihres Vaters Fußstapfen zu treten und jenen zu finden. Zusammen mit ihrem Assistenten Ernest hat sie kurzerhand eine Detektei eröffnet und hofft auf reichlich Kundschafft. Am selben Tag noch tritt ein sprechender Hund mit Amnesie in ihr Leben; ihr erster Klient. Er möchte doch gerne, dass sie herausfindet wer er ist. Einige Dialoge später nimmt sie den Fall an und der Hund wird vertraglich als Helfer eingestellt. Irgendwie muss er ja die gewünschten Dienste bezahlen. Logisch, oder?

Kurz darauf geht auch schon der erste Fall los: Der verschwundene Zeiger von Big Ben. Inspector Hastings, ihr Bekannter von Scotland Yard, benötigt dringend Hilfe, da hoher Staatsbesuch ansteht. Es kann natürlich nicht angehen, dass das nationale Wahrzeichen von England in dieser Art und Weise dasteht.

Mit diesem ersten Fall wird zeitgleich auch das Tutorial des Spiels begonnen. Geschickt eingewoben in den Ablauf des Spieles wird dem Spieler die grundlegende Steuerung erklärt. Diese wird primär über Stifteingabe vollzogen. Auf dem oberen Bildschirm wird die aktuelle Szenerie dargestellt. Auf dem unteren ist ein senstiver Bereich über den es mit dem Stift zu fahren gilt. Damit wird auf dem oberen Teil die Bewegung analog projiziert, woraus sich dann die Interaktion mit der Szenerie ergibt. In einer Szene lassen sich sogenannte Hinweismünzen finden, welche beim Lösen der Rätsel behilflich sind, sowie auch mit Personen und Gegenständen interagieren. Um zu wissen was anwählbar ist, ändert sich der Cursor, eine Lupe, entsprechend in ihrer Gestaltung. Eigentlich eine simple, aber gut umgesetzte Steuerung.

Alsbald werden auch schon die ersten Rätsel offenbart. Primär können alle Rätsel unter Kombination und Logik klassifiziert werden. Die Rätsel variieren sehr in ihrer Präsentation. Mal gilt es per Drag'n'Drop Gegenstände gemäß der Aufgabe zu verschieben, mal müssen Zahlen eingetragen werden und manchmal gibt es sogar kleine Puzzlespielchen; um nur einige zu nennen. Zu Beginn eines Rätsel wird dem Spieler natürlich die Aufgabenstellung präsentiert; diese kann jederzeit abgerufen werden. Je nach Rätsel gibt es auf dem oberen Bildschirm eine Grafik mit weiterführenden Informationen oder einfach nur eine niedliche Darstellung zum aktuellen Problem. Die Rätsel an sich haben alle einen Wert, welcher deren Schwierigkeit darstellt. Je höher also der Rätselwert, desto schwieriger kann ein Rätsel sein. Sollte eine Lösung falsch sein, so darf der Spieler es nochmals versuchen. Allerdings wird vom ursprünglichen Rätselwert immer eine gewisse Anzahl an Punkten abgezogen. Fällt dieser Wert auf null, so gilt das Rätsel als gescheitert und somit die Aufgabe als "nicht gelöst". Damit es nicht so weit kommt, gibt es im Spielverlauf Hinweismünzen zu finden. Diese können bei Rätseln gegen entsprechende Hinweise eingetauscht werden. Darunter fallen drei normale Hinweise und ein Super-Hinweis. Damit sollte jeder verstehen können wie ein Rätsel zu lösen ist. Und hier gibt auch ein kleines Manko wie ich finde: Einige Rätsel können so oder so interpretiert werden. In meiner meist sehr rationalen Denkweise kommt es nicht gerade häufig vor, dass ich viel um die Ecke denke. Einige Rätsel hatte ich fast Richtung null gebracht, weil ich einfach "zu geradeaus" gedacht habe. Andere Rätsel hingegen sind öfters als sehr schwer gekennzeichnet, lassen sich aber innert Sekunden lösen. Nun, das "Balancingproblem" ist wohl eher meckern auf hohem Niveau in Anbetracht dessen, dass jeder Mensch ja doch einen unterschiedlichen Intellekt besitzt.

Soweit ist eigentlich die Spielmechanik und der Prolog der Geschichte erklärt. Im weiteren Spielverlauf entfaltet sich die Geschichte hin zu den Fällen in denen es um die Millionäre geht, welche auch im Spieleuntertitel erwähnt werden. Es fügt sich alles klar zu einem Bild, aber zeitweilen gerät das Anliegen des Hundes in Vergessenheit; so jedenfalls mein Gefühl. Auch trifft unser Hauptcharakter unter anderem Miss Perfetti, eine Profilerin und Analystin von Scotland Yard, während eines Falles mit welcher sie dann fortan auch die Fälle löst. Die Interaktion unter allen Parteien ist mit einer guten Portion Humor gewürzt und auch der Hund lässt nicht davon ab, hin und wieder einen gesalzenen Kommentar abzulassen, welchen natürlich nur Katrielle und Ernest verstehen, da andere seine Dialoge nur als Bellen wahrnehmen.

Damit dem Spieler zwischendrin noch etwas Abwechslung zum üblichen Rätseln geboten wird haben die Entwickler noch ein paar Goodies eingebaut, welche mit der Zeit freigespielt werden können. Darunter fallen Minigames wie z.B. Schmuckbotique und Restaurant welche auch einige Minuten Spaß versprechen. Zusätzlich können irgendwann Modemünzen gekauft werden, um Katrielle in neue Gewänder zu kleiden oder auch das erneute Spielen bereits abgeschlossener Fälle wird angeboten. Diese Option versetzt den Spieler zu dem Zeitpunkt kurz vor der Lösung, was ihm dann ermöglicht die Gegend erneut zu erkunden und weitere, bis dato unzugängliche Rätsel zu entdecken. Weiterhin gibt es auch Gutscheine für Einrichtungsgegenstände, welche während Spielens verteilt werden, um die Detektei einzurichten.

Die Präsentation des Spiels ist wirklich liebevoll umgesetzt. Schön gezeichnete Hintergründe und einfallsreich designte Charaktere präsentieren sich über das ganze Spiel hinweg. Die Zwischenanimationen stammen vom namhaften Studio A-1 und alle Dialoge sind deutsch übersetzt und teilweise sprachlich synchronisiert. Die synchronisierten Anteile halten sich aber begrenzt auf etwaige Schlüsselszenen in der Geschichte. Dies tut dem Ganzen allerdings keinen Abbruch, da durch entsprechende Mimik bei den Charakteren genug Atmosphäre umgsetzt wurde, um es nicht langweilig und steril wirken zu lassen. Musikalisch passt es sich ebenfalls immer gut an und die Klänge wirken sich auch bei den Rätseln nicht störend auf die Konzentration aus. Ganz schön finde ich auch, dass beim Laden eines Speicherstandes noch eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Geschehnisse gegeben wird. Somit steht man selbst nach Tagen nicht im Dunkeln woran zuletzt gerätselt wurde.

Fazit

Katrielle Layton folgt gekonnt den großen Fußstapfen ihres verschollenen Vaters. Es warten viele Rätsel auf den Spieler und durch erneutes Spielen bereits gelöster Passagen sogar noch ein paar mehr. Die schöne Grafik, die gut animierten Zwischensequenzen, und die eingängige Musik, gewürzt mit einer schwungvollen Prise Humor, geben dem Spiel ein gutes Flair welches den Spieler ganz in seinen Bann ziehen lässt. Auch wenn einige Rätsel etwas sehr viel Interpretationsfreiraum lassen, so ist unterm Strich eigentlich alles stimmig umgesetzt. Rätselfans und ganz besonders Anhänger der Layton-Serie kommen hier sicherlich auf ihre Kosten.

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Game

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Spieler offline
1
Release
11/2017
Format
PAL
Genre
Strategie
Studio
Level-5
Publisher
Nintendo
Offizielle Webseite
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Autor

Rony Liemmukda

(G)net Score

80

 

Graphics
80
Sound
75
Gameplay
78
Umfang
80

(G)community Score

0

 

Graphics
0
Sound
0
Gameplay
0
Umfang
0

Positiv


  • Rückblick beim Laden
  • abwechslungsreiche Rätsel
  • Minigames
  • hoher Wiederspielwert
  • komplett in Deutsch

Negativ


  • Interpretation diverser Rätsel

Altersfreigabe


PEGI-7

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