Special Switch NEOGEO Classics 7

NEOGEO, NEOGEO, NEOGEO. Die SNK Umsetzungen auf der Switch nehmen (glücklicherweise) kein Ende. War das letzte Special von Side scrollenden Beat’em Ups geprägt, folgt nun ein Special mit Fokus auf Versus-Fighting Games früherer Tage.

Obschon jede Woche neue NEOGEO Spiele im Nintendo Switch Online-Store auftauchen, fallen uns spontan immer noch schier unzählige Spiele ein, von welchen wir deren Umsetzung kaum erwarten können. Sehr gerne würden wir Baseball Stars 2 und Super Sidekicks 3 auf der handlichen Nintendo Konsole begrüssen dürfen. Vorerst geht es aber erstmal mit diversen hochkarätigen Fighting-Games zur Sache.

Art of Fighting

Den Anfang macht Art of Fighting. Der erste Teil der Trilogie hat sich insbesondere grafisch vom Urvater-Street Fighter 2 abgehoben. Es wartet mit Ryo Sakazaki ein weiterer Ryu Klon auf die eigene Kontrolle und auch dessen bester Freund Robert Garcia ist trotz eigenständigerem Outfit letztendlich nur SNKs Ken. Stehen die beiden Kontrahenten weit voneinander entfernt, nehmen Sie eine reguläre Grösse auf dem Bildschirm ein. Nähern sich die Fighter aber erstmal einander an, kommt der revolutionäre Zoom-Effekt zur Geltung. Die Kamera nähert sich den Recken und lässt jene nahezu auf Bildschirmgrösse anwachsen. Ein Feature, dass Art of Fighting 1992 zum Alleinstellungsmerkmal verholfen hat. Ansonsten geht es mit den üblichen Feuerbällen und Sprungattacken gegen diverse Feindbilder um letztendlich dem fiesen Mr. Big und gar Mr. Karate gegenüber zu treten. Selbst steuern lassen tun sich im Store-Mode allerdings nur die beiden eingangs erwähnten Freunde. Für Abwechslung sorgt ein Energie-Balken, den es mittels Button aufzufüllen gilt, will man weiterhin Special-Moves nutzen, sowie kurzweilige Bonusrunden zwischen den Stages.

The King of Fighters '95

Wie der Titel es verlauten lässt, fand das zweite King of Fighters Turnier 1995 den Weg auf das NEOGEO. Im gross handelt es sich um dasselbe Spiel wie sein direkter Vorgänger, wäre da nicht die Möglichkeit, eigene Teams zusammen zu stellen. Erstmals in der Saga dürfen Spieler mit Ryo, Terry und Kim im selben Team antreten. Alleine die individuelle Zusammenstellungsmöglichkeit offenbarte schier unzählige, variantenreiche Kämpfe zwischen Freunden. Ansonsten wurde Team USA schlicht aus dem Cast entfernt, damit wurde Platz frei für Iori, der neben Kyo ein Aushängeschild der Serie wurde. Sind alle gegnerischen Teams dem Erdboden gleich gemacht wartet Saisyu Kusanagi und einmal mehr Rugal auf eine Abreibung. Auf dem Weg dahin werden Spieler erneut mit wunderschön gezeichneten Bitmap-Stages verwöhnt. 

The King of Fighters '99

In den späten 90ern galt: Kein Jahr ohne ein neues King of Fighters. So ging es im Juli 1999 in die mittlerweile sechste Runde der Serie. Kein einfaches Unterfangen, gilt doch der direkte Vorgänger bis heute als eines der besten Fighting-Games aller Zeiten. Vielleicht mit ein Grund, weswegen SNK in diesem Jahr den neuen „Striker“ Mode eingeführt hat. Ein zusätzlicher Recke der im Hintergrund lauert, um in hektischen Momenten eingesetzt werden zu können. Spielerisch fühlt sich das letztendlich mehr wie ein zusätzlicher Special-Move an, als tatsächlich ein neuer Charakter, denn wirklich steuern lässt sich das vierte Team-Mitglied nicht. Dafür freuen sich KoF-Fans über die Vorstellung von K‘ und seinem Kumpel Maxima. Die Story ist nicht weniger hanebüchen als zuvor, neu wartet allerdings der unangenehme Krizalid daruf, dass seine finsteren Pläne zunichte gemacht werden.

Metal Slug X

Metal Slug gilt als einer der Vorzeige-Titel auf dem NEOGEO; kein Wunder folgte kurz darauf ein Nachfolger. Für Versus-Fighting Games nichts ungewöhnliches, eine Remix-Edition im Jum’n Shoot Genre ist eher selten anzutreffen. Und genau das ist Metal Slug X, eine aufgepeppte Version des hervorragenden aber von öfters auftretenden Slowdowns geprägten zweiten Teils der Serie. Jene wurden durch geschicktes Item- und Gegner um platzieren grösstenteils weg radiert. Dazu gibt es neue Gegner-Typen und ebenso neue, dazu passende Waffen. Zudem wurde die Grafik überarbeitet, so geht es im ersten Level bereits gegen Nacht zu, statt des noch helllichten Tages zuvor. Metal Slug X ist die definitive Version von Metal Slug 2 und somit nichts anderes als ein Pflichtkauf für jeden Freund gepflegter Bitmap-Kost.

Fazit

Keine Frage, jedes Spiel birgt seine unangefochtenen Qualitäten. Am meisten eingebüsst hat wohl Art of Fighting 1. Damals noch unwahrscheinlich beeindruckende Grafik, dominiert heute das eher hölzerne Gameplay und die bescheidene Charakter-Auswahl – für Fans. Die vorgestellten King of Fighters Episoden bieten beide erstklassige Unterhaltung, unzählige Kämpfer und grossartiges Gameplay überzeugen auch heute noch. Die Randnotiz hier ist, dass die ungeraden Jahrgänge der Serie nicht deren beste waren. In der ACA NEOGEO Serie befinden sich bereits KoF98 sowie 2000. Wer jene schon hat, nicht genug davon kriegen kann oder schlicht alle Teile besitzen will, schlägt hier ebenfalls zu. Einfacher ist es mit Metal Slug X, diesen Download darf man tatsächlich jedem Switch Besitzer ans Herz legen.

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