Special Switch NEOGEO Classics 6

Auf Nintendos Switch geht es zurzeit zur Sache. Unlängst haben wir uns mit Mario an Bowsers Fersen geheftet. Die Zeit bis zum Release von Super Mario Odyssey haben wir mit freundlicher Unterstützung von Hamster aber ebenfalls bestens über die Runden gebracht.

Das Jahr 2017 fühlt sich an wie ein immerwährender Adventskalender auf Wochenbasis. Jeden Mittwoch sind wir gespannt, welchen NEOGEO Klassiker uns Hamster als nächstes im Nintendo Online-Store serviert. Die letzten Releases erfreuen insbesondere Beat’em Up Fans der frühern 90er. 

ROBO ARMY

Zwei nette junge Herren werden vom verrückten Wissenschaftler in Cyborgs verwandelt. Leider wollen sich Maxima und Rocky nicht mit der neuen Situation anfreunden und feinden sich mit dessen übriger Roboter-Armeen an. Ziel der ganzen Sache ist, nicht nur zur langweiligen Menschen-Form zurück zu finden sondern damit gleich noch Neo-Detroit vor dem Untergang zu bewahren. Spielerisch handelt es sich letztendlich um einen simplen Side-Scroller, es geht von links nach rechts und alle im Weg stehenden Robo-Gegner werden mittels Faustschlägen eliminiert. Alleine oder zu zweit wird getreten, gesprungen oder eine Spezial-Attacke ausgeführt um sich der Gegner-Horden zu entledigen. Genrebedingt macht auch Robo Army speziell zu zweit richtig Laune, wohingegen alleine schnell gepflegte Langeweile droht.

Spin Master

Data East mit ins Boot zu holen, war für SNK ein wahrer Glücksgriff. Wenige Klassiker fanden deswegen den Weg auf die schwarze Edel-Konsole, wohl aber viel Abwechslung. Spin Master oder in Japan Miracle Adventure zählt sich seit 1993 zur Software-Bibliothek des NEOGEO dazu. Zur Randnotiz wird einmal mehr ein verrückter Wissenschaftler, der nicht nur den selben Schatz sucht wie die beiden Hauptprotagonisten sondern auch noch deren Freundin entführt. Glücklicherweise sind Johnny und Tom mit tödlichen Yo-Yos bewaffnet, um sich dem Heer von Dr. De Playne zu stellen und die Schatzkarte in deren Besitz zu bringen. Eingesetzt werden die gefährlichen Spielzeuge in von links nach rechts scrollenden Levels, gegen Feinde und um Kisten mit Power Ups für eben jene zu öffnen. Das Gameplay ist etwas obskur, sorgt aber speziell im Duett für Kurzweil.

Burning Fight

1991 versucht sich SNK an einem kompetenten Final Fight Kontrahenten. Und tatsächlich kann der Sidescroller mit dem Capcom Klassiker zufriedenstellend mithalten. Mit einem von drei zur Wahl stehenden Recken geht es nach Osaka, um die dort ansässige Yakuza aufzumischen. Mit handelsüblichen Handkanten-Schlägen und unter Zuhilfenahme herumliegender Gegenstände werden die Gegner-Horden auf die Matte geboxt. Speziell ist hier die Möglichkeit, immer mal wieder kleinere Räume im Hintergrund betreten zu können. Dort gilt es unter einem vorgegebenen Zeitlimit ebenfalls alles zu zertrümmern, dafür gibt’s aber einen netten Bonus. Was bleibt ist ein – im Zweispieler-Modus – äusserst unterhaltsames, klassisches Beat’em Up, das aber nicht vielmehr als eine freche Final Fight Kopie ist und die Qualitäten das Vorbilds letztendlich nicht ganz erreicht. Dafür sind die Gegner zu wenig einprägsam, die Animationen zu belanglos und die eigenen drei Charaktere etwas gar uninspiriert daherkommend. 

Mutation Nation

"Ein genialer Wissenschaftler hat Menschen in wütende Mutanten verwandelt. Nun liegt es an zwei mutigen Jugendlichen, ihre Heimatstadt vor der Verwüstung durch die Mutanten zu retten." So der Presse-Text des Titels und er umschreibt die Geschehnisse auf den Punkt gebracht. Ricky Jones und Johnny Hart, die aufgrund der Namen auch WWE Wrestler sein könnten, schlagen sich durch sechs Mutanten-Verseuchte Levels um letztendlich dem finsteren Obermotz gegenüber zu stehen. Statt der sonst üblichen Rohre und Schwerter helfen sich die beiden mit Mutagenen über die Runde, welche den gegnerischen Angreifern noch eine Spur heftiger zusetzen. Das 1992 veröffentlichte Modul überzeugte durch richtig hübsche Bitmap Grafiken und gelungene Spielbarkeit, beides funktioniert auch 2017 noch.

Fazit

Ich mag sie gerne, die simplen Klopper. Böser Unhold entführt die Freundin, unterjocht die Erde oder gar beides. Ausgegebenes Ziel ist nur dessen Aufgebot an Fieslingen mittels Handkanten-Schlägen vom Screen zu fegen um zum Level-Ende jeweils einen besonders dicken Bösewicht auf die Matte zu schicken. Zu zweit sorgen Beat’em Ups diesen Musters für beste kurzweilige Unterhaltung, zumal die Spielzeit bis zu den Credits im überschaubaren Rahmen liegt. Für alle Spiele gilt aber auch: Wer vornehmlich alleine daddelt überlegt sich den Kauf der Klassiker zweimal. Im Team ist jedes der vorgestellten Spiele auch heute noch den geforderten Preis wert.

Zurück

The(G)net ist ein Mitglied des