Review Robinson: The Journey

Crytek möchte uns allen den Traum vom eigenen Jurassic Park ins Wohnzimmer bringen. Mit dem PSVR Titel Robinson: The Journey erscheint ein Spiel, der das VR Erlebnis auf der PS4 auf eine neue Stufe hieft. Fertig mit den ungaren Mini-Spielen und den lausigen Grafiken; hier kommt die PSVR-Zukunft.

Ich habe nun schon einige Virtual Reality Titel gespielt. Das erste was mir immer ins Auge gestochen ist, war die teils lausige und immer recht unscharfe Grafik. Ab und an konnte man schon erahnen was möglich ist, doch bis jetzt gab es immer etwas auszusetzen. Endlich ist Schluss damit. Mit der hauseigenen CryEngine lieferte das Frankfurter Entwickler-Team Crytek (vielen von den Crysis-Spielen bekannt) schon fast ein kleines Meisterwerk ab. Zumindest nach den heutigen PSVR-Standards. Ein Kindheitstraum wird wahr und ich darf höchstpersönlich in die Welt der Dinosaurier abtauchen.

Schon in den ersten Momenten kommt der grosse WOW-Effekte und viele grafische Finessen und Kleinigkeiten fallen auf. So bewegt sich der Ast des Strauches wenn ich hindurchgehe und die fantastische Urwaldvegetation raubt mir den Atem. Die Dinosaurier sehen genauso aus, wie man sie sich vorstellt und ich habe das Gefühl, in einer tausende Jahre alten Welt zu sein.

Die Geschichte ist einfach erzählt: Die Rettungskapsel unseres Charakters Robin stürzt auf einem geheimnisvollen Planeten ab und nun liegt es an uns, diesen zu erforschen und im besten Fall wieder davon zu verschwinden. Der 12-jährige Junge ist jedoch nicht alleine. Unser stetiger Begleiter heisst HIGS und ist ein KI-Kugel die uns sowohl mütterlich zur Seite steht, sowie auch immer wieder mit Weisheiten weiterhilft. Auf der Suche nach weiteren Überlebenden treffen wir gleich am Anfang auf einen kleinen, einheimischen Bewohner, einen T-Rex Namens Laika. Dieser gehorcht sogar auf einfache Kommandos und sorgt so immer wieder für gute Stimmung. Der Move-Controller wird im Spiel leider nicht unterstützt, obwohl Robins Multitool genau wie ein Move-Controller aussieht.

Das Spielprinzip ist relativ einfach. Für Crytec-Verhältnisse erstaunlich gewaltarm entpuppt sich das Spiel als Adventure. Man erforscht die neue Welt und versucht mit dem Multitool Gegenstände zu bewegen und zu analysieren. Leider ist hier noch etwas Verbesserungspotenzial vorhanden, denn steht man nicht im exakten Winkel zum Objekt, kann man es leider auch nicht "erforschen". Da es keine Schnellreisefunktion gibt, sind die Fussmärsche teilweise sehr anstrengend. Waffen gibt es nicht. Robin führt im gesamten Spielverlauf lediglich das zwei-funktionale Multi-Tools mit sich. Zum Einen können wir damit Lebewesen auf dem Planeten scannen und dann zu jeder Spezies in der Enzyklopädie Detailinformationen abrufen. Zum Anderen dürfen wir mit dem Werkzeug entfernte Objekte bewegen, greifen und wegschleudern.

Das Multi-Tool ist immer wieder wichtig im Spiel. So gibt es überall kleinere Aufgaben, wie zum Beispiel beim Überqueren eines kleinen Morasts aus Teer. Mit Handgriffen kann ich anhand der Trümmerteile eine kleine Brücke erbauen und so den Morast überqueren. Aber auch HIGS hilft mir immer wieder die Puzzles zu lösen und auf den richtigen Weg zu kommen. Aus der Vogelperspektive sehen wir die Stromleitungen, bei der wir den Strom umleiten und so die Spannung wieder herstellen. So müssen Stromquellen ausgeschaltetet oder umgeleitet werden um die nötige Stromversorgung einer Region wieder herzustellen. Wirklich herausfordernd sind die Rätsel nicht, meist kommt man auch durch einfaches Ausprobieren auf die Lösung. Das kann dazu führen, dass man sich darin verliert, anstatt einem roten Faden zu folgen. 
 
Meine Erwartungen an einen PSVR-Titel sind noch nicht wirklich hoch. Das Ganze steht noch in den Kinderschuhen. Die CryEngine hat jedoch bei Robinson: The Journey grafisch überzeugt und gezeigt, was heute schon möglich ist. Kompromisse musste Crytek trotzdem bei der Bildschärfe und teils bei der Texturqualität eingehen, doch unterm Strich zählt Robinson: The Journey aktuell zu den technisch besten PSVR-Titeln überhaupt.

Fazit

Robinson: The Journey stellt für mich den momentan besten VR-Titel dar, den man mit Playstation VR spielen kann. Auch wenn gewisse Kompromisse gemacht werden mussten, werde ich wunderbar in meine Kindheit versetzt und fühle mich wie in einem futuristischen "Jurassic Park". Die Story unterhält, die Texte sind nicht monoton und die Aussicht sowie das generelle "Virtual Reality Gefühl" atemberaubend. In meinen Augen ist Crytek ein VR-Meisterwerk gelungen und sie setzen somit die erste Messlatte für die anderen Hersteller. Auch wenn es noch etwas an spielerischer Herausforderung mangelt; wer PSVR besitzt, kommt um diesen Titel nicht herum.

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Game

Robinson: The Journey

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Spieler offline
1
Release
12/2016
Format
PAL
Genre
Action-Adventure
Studio
Crytek
Publisher
SIEE
Offizielle Webseite
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Autor

Simon Martella

Award

Editors Choice Award

(G)net Score

84

 

Graphics
80
Sound
85
Gameplay
75
Umfang
80

(G)community Score

0

 

Graphics
0
Sound
0
Gameplay
0
Umfang
0

Positiv


  • mitreissendes Mittendrinn-Gefühl
  • tolle Geschichte
  • back to „Jurassic Park“

Negativ


  • kurze Spielzeit
  • zu leichte Rätsel

Altersfreigabe


PEGI-7

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