Review FIFA 15 Ultimate Team

Die alljährlichen Rasenschlachten sind mittlerweile einfach nicht mehr von Tablet und Co wegzudenken und erfreuen uns nun schon seit Jahren auch unterwegs mit schnellen Pässen, gefühlvollen Flanken und wuchtigen Torschüssen. Wir haben uns FIFA 15 Ultimate Team genauer für euch angesehen.

Der anglistische Beiname des neuesten FIFA-Ablegers ist Programm. EA hat, und das war spätestens seit der gamescom im August klar und deswegen für uns wenig überraschend, der Rasenschach-Simulation eine gehörige Abspeck-Kur verordnet und FIFA 15 Ultimate Team (AppStore) auf den Modus Ultimate Team reduziert. Laut Aussage von EA ist das wohl der Modus, der von rund 80% aller Spieler nahezu ausschliesslich im Vorgänger gespielt worden sei. Auf Managermodus und Co habe man deshalb absichtlich verzichtet.
 
War es in FIFA 14 ausserdem noch möglich, zusätzliche Spielmodi für einen kleinen Obolus per IAP zu erwerben, fehlt diese Option in FIFA 15 Ultimate Team gleich völlig. Alles dreht sich um das virtuelle Sammelkartenspiel, das Verdienen von Münzen und das Aufmachen neuer Packs. In der heutigen F2P-Welt ein nachvollziehbarer Schritt, der allerdings erwartungsgemäss bei den Spielern für mächtig Aufruhr sorgt. In wütenden Rezensionen im AppStore fordert man den Managermodus zurück, beschwert wird sich darüber hinaus über den ständigen Online-Zwang und die Anmeldung via Facebook – zurecht!
 
Zu Beginn des Spieles dürft ihr euch zwischen vier Nationen-Packs entscheiden und erhaltet entsprechend eurer Wahl sechs Karten-Packs und ein Team aus zusammengewürfelten Spielern. Fortan ist es eure Aufgabe, euer Team ständig zu verbessern, an der Chemie der Mannschaft zu schrauben und die bestmögliche Truppe auf dem Platz gegen Gegner aus aller Welt antreten zu lassen. Der Weg zum Erfolg: Ihr spielt entweder in Singleplayer-Wettbewerben gegen den Computer oder testet euer Können im Multiplayer gegen Spieler aus Fleisch und Blut, gewinnt im Erfolgsfall Münzen, die ihr dann wiederum in die Verbesserung und den stetigen Aufbau eures Teams investieren könnt.
 
 
Spielen dürft ihr aber so oft, so viel und so lange ihr wollt. Anders als befürchtet – und leider mittlerweile üblich – leidet der Spielspass nämlich nicht unter Cooldown-Timern und ähnlichen Beschränkungen, denn auf die hat EA glücklicherweise völlig verzichtet. Um das Münz-Grinden zusätzlich zu beschleunigen, könnt ihr ausserdem auf die neue Simulationsfunktion zurückgreifen, mittels derer ihr eine Partie, ähnlich wie in klassischen Manager-Spielen, ohne direkten Einfluss austragen lasst. Lediglich einige Schieberegler, mit denen ihr Taktik und Anstrengung eurer Mannschaft dem Ticker-inspirierten Spielgeschehen anpassen könnt, lassen euch Einfluss auf eine laufende Partie nehmen.
 
Wer der sehr minimalistisch gehaltenen Simulation nichts abgewinnen kann und gern selbst Hand anlegen möchte, der darf dies mit der individuell einstellbaren Steuerung tun. Ihr habt die Wahl zwischen einer Casual-Steuerung, deren Buttons sowohl in der Offensive als auch der Defensive drei grundlegende Funktionen abdecken und etwas aufwendigeren Buttons. Wie schon aus dem Vorgänger bekannt, darf parallel auch wieder nach Herzenslust gewischt und getippt werden. Die Steuerung macht das, was sie soll, wirkt aber phasenweise nach wie vor einfach holperig und zuweilen etwas unpräzise. Ein Gamepad dürfte hier Abhilfe schaffen. Grafik und Sound bewegen sich auf Vorjahres-Niveau ohne grossartig offensichtliche Verbesserungen.
 
Obwohl es nur den einen Modus gibt, hält Ultimate Team unterschiedliche Optionen bereit, um den geneigten Spieler in der Bahn ein paar Haltestellen lang an das Tablet zu fesseln und es war nie simpler, sich sein eigenes Dream-Team zusammenzustellen und mit Ronaldo, Messi und Co auf Titeljagd zu gehen. Team of the Week beispielsweise lässt euch die Kraft, Ausdauer und Präzision wöchentlich ausgewählter Superstars ausprobieren, ohne grosse Verpflichtungen einzugehen. Überschüssige Karten stellt ihr im spieleigenen Auktionshaus ein, wo ihr neben Verträgen, Managern und Fitness-Upgrades auch neue Spieler erwerben könnt.

Fazit

FIFA 15 Ultimate Team reduziert Fussball auf das, was wir, die Spieler, laut EA haben wollten. Lediglich eine verschwindend geringe Minderheit von 20% soll laut dem Entwickler den der Entschlackungs-Kur zum Opfer gefallenen Modi hinterherweinen. Das sehen wir allerdings etwas anders, denn wir vermissen schlicht und ergreifend die Möglichkeit, unseren Lieblingsverein durch die Saison zu führen, statt sich das eigene „Dream Team“ zusammen zu bauen. Der Rest von FIFA 15 Ultimate Team ist ein übersichtlich designtes, aufs Wesentliche herunter gebrochene FIFA, das grafisch zwar stagniert, der Steuerung aber einige nützliche Optionen hinzufügt. Der ständige Online-Zwang ist ein notwendiges Übel und in unseren Augen ein störender Dorn. FIFA 15 Ultimate Team bietet das, was der Name verspricht, aber nicht unbedingt das, was alle Fans erwarten...

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Spieler offline
1
Spieler online
2
Release
09/2014
Format
PAL
Genre
Sport
Studio
EA Sports
Publisher
Electronic Arts
Offizielle Webseite
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Autor

Gast User

(G)net Score

71

 

Graphics
78
Sound
80
Gameplay
75
Umfang
81

(G)community Score

0

 

Graphics
0
Sound
0
Gameplay
0
Umfang
0

Positiv


  • Ultimate Team für die Hosentasche
  • neue Simulationsfunktionen
  • verbesserte, erweiterte Steuerung

Negativ


  • sehr abgespecktes 'FIFA'
  • zu wenig Spielmodi

Altersfreigabe


PEGI-3

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